Skip to content

Wie setzt sicht die Miete zusammen? (Warm, kalt, brutto, netto)

Anna Sophie Brunner
vor 64 Tagen

0 Stimmen

Hier werden verschiedene Sprachgebräuche gemischt. In Österreich sind folgende Termini üblich: Nettomiete: (in Deutschland auch Kaltmiete oder Grundmiete genannt) umfasst jenen den Teil der Miete, welcher allein die Raumnutzung abdeckt. Demnach ist dies die Miete exklusive Betriebskosten des Hauses, sowie exklusive sonstiger Kosten und ohne MwSt. (Das ist auch jener Teil der Miete, welcher der Hausinhabung verbleibt) Bruttomiete: Die Bruttomiete umfasst die Nettomiete inklusive den á-conto-Zahlungen für anteilige Betriebskosten an der Gesamtliegenschaft und die MwSt. für das gemietete Objekt. Achtung: In dieser Bruttomiete sind aber keine Kosten für Energie oder sonstiges enthalten. Warmmiete oder Miete warm (das ist ein Begriff aus der BRD): Dieser Begriff umfasst die Nettomiete, die á-conto Zahlungen für die anteiligen Betriebskosten der Liegenschaft und die á-conto Zahlungen für die Beheizung und eventuell auch des Warmwassers, inklusive MwSt. sofern Warmwasser vom Heizungsbetreiber geliefert wird. Inklusivmiete: Unter diesem Termini werden sämtliche, von der Vermieterseite vorgeschriebenen, monatlich Zahlungen verstanden. Hinzu gehört z.B. auch der durchaus gebräuchliche Anteil einer Möbelmiete oder eines Garagenplatzes. ACHTUNG: Wenn aber z.B. nur eine Etagenheizung oder Elektroheizung vorhanden ist, dann müsste man, da der Energiebezug wahrscheinlich nicht über die Hausverwaltung vorgeschrieben wird, von einer Inklusivmiete exklusive Heizung sprechen. Betriebskosten: Dieser Begriff ist in Österreich gesetzlich geregelt. Zu den Betriebkosten nach WGG/MRG zählen: - die Kosten für Wasser (auch jene zum bewässern von Grünanlagen) - die Wasserdichtheitsprüfung - die Eich-, Ablese- und Abrechnungskosten für Kaltwasser, sofern es eine Vereinbarung dazu gibt - die Kanalgebühren für Abwasser - die Kosten für Kanalräumung - die Gebühren für die Müllentsorgung - die Kosten zur Entrümpelung von herrenlosem Gut auf der Liegenschaft, sofern der Verursacher nicht bekannt ist. - die Kosten für Schädlingsbekämpfung - die Kehrgebühren (Rauchfangkehrung) - die Energiekosten und Betriebskosten für die Beleuchtung der Gemeinschaftsflächen (Stiegenhaus, Gemeinschaftsräume etc) - die Versicherungsprämien für Feuer, Haftpflicht und Leitungswasserschaden der Gesamtliegenschaft. (nicht der Inneneinrichtung der einzelnen Wohneinheit) - die Versicherungsprämien für Glasbruch und Sturmschaden, sofern mehr als die Hälfte der Mieter und Mieterinnen dieser Überwälzung zugestimmt hat - das Honorar für die Hausverwaltung - die Kosten für die Hausreinigung inkl. Schneeräumung (Unter Hausreinigung fallen bei alten Dienstverträgen mit "echten"HausbesorgerInnen auch die Abfertigung bzw. die Kommunalsteuer) - öffentliche Abgaben (z.B. Grundsteuer für die Liegenschaft) - laufende Betriebskosten von Gemeinschaftsanlagen (Lift, Heizung, Spielplatz, Schwimmbad, Sauna, Waschküche, Grünanlagen, Gemeinschaftsräume etc.) wie z. B. Strom, Service, Wartung, Energiekosten, Gartenarbeiten etc.

KommR Erich Hauswirth Es antwortete Ihnen WKW-Experte
KommR Erich Hauswirth
von Geschäftsführer bei ADVANTA –Immobilien & Treuhand Gesellschaft mbH